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  • WeltenlaufDatum08.06.2017 11:19
    Thema von Georg.C.Peter im Forum Klassisch

    „Ich komme, ich weiß nicht, von wo?
    Ich bin, ich weiß nicht, was?
    Ich fahre, ich weiß nicht wohin?
    Mich wundert, dass ich so fröhlich bin.“ (Heinrich von Kleist)


    Hallo Walter,
    eine schöne Neuschöpfung eines Dauerbrenner-Themas, gelungen!
    Viele Grüße von Georg

    PS:
    Man könnte überlegen, ob man statt "trotz dennoch" am Ende "trotz jener" oder "de facto" einsetzt.

  • Thema von Georg.C.Peter im Forum Klassisch

    Zenon

    Viele wunderten sich sehr
    über Zenon von Elea:
    Geist und Zunge waren schnell,
    paradox sein Denkmodell:

    Wer beim Laufen um die Wette
    stets den Lorbeer innehätte,
    sei am Anfang schon geklärt,
    wenn ein Vorsprung sei gewährt.

    Doch von Nöten, zu dem Zwecke:
    Stete Teilung einer Strecke
    und - als Erstes zu beginnen,
    um das Rennen zu gewinnen.

    Eine Schildeskröte sei
    an dem Startpunkt schon vorbei,
    des Achilles flotte Sohlen
    auf dem Weg, sie einzuholen.

    Dem Achilles teilt, trotz Eile,
    sich die Strecke in zwei Teile.
    Eh‘ Teil eins er noch beendet,
    sich das Tier gen Ziele wendet.

    Dadurch, in der Theorie,
    endet dieses Rennen nie,
    da die Kröte nicht verweilt,
    und der Weg sich ständig teilt.

    Jener neue Denkprozess
    hieß: unendlicher Regress.
    Alle Klugen applaudierten,
    selbst, wenn sie es nicht kapierten.

    Merke:
    Ist die Theorie auch grau,
    waren Griechen dennoch schlau!

    Nachzuhören unter:
    https://www.youtube.com/watch?v=ilTGwUSnVzo&feature=youtu.be

    Anmerkung:
    Zenon von Elea, auch Zenon der Ältere genannt, wird zu den Vorsokratikern gezählt. Zenons Trugschluss des „Nicht-ans- Ziel-kommen-Könnens“ wird auch als „Teilungsparadoxon“ bezeichnet. Über seine Redekunst berichtet Timon von Phleius: „Unüberwindlich ist die gewaltige Stärke des Zenon. Keiner entgeht ihm, dem doppelzüngigen Manne […].“

Inhalte des Mitglieds Georg.C.Peter
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