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Wie sehr bewundere ich Die nach Regeln gebauten Gedichte. Das Metrum bezaubert mich. Und die richtig gesetzten Gewichte
Machen mich immer versucht, Die Zeilen nachzuerzählen, Und ich denke: Ei verflucht, Musste der Dichter sich quälen!
Wie kann er das leisten: zu fühlen Und die Gefühle so einzuteilen, Dass sie das Sonett nicht zerwühlen Und heilen in vierzehn Zeilen?
Zum Teufel mit den klassischen Formen, Wenn der Junigrünwind weht Und der Amsel zersingt mir die schönsten Normen, Weil er nichts vom Singen versteht!
Er pfeift und eifert vor Sonnentollheit, Weil er grad pflichtlos ist. Noch muss er nicht die Zweitbrut füttern, Die bald sein Lied auffrisst.
Wie heiter und herzlich ist dieser Morgen! Und ich bin gesättigt vom Licht. Was soll ich mich da um Sonette sorgen? Ich mach einfach ein Gedicht.
Eva Strittmatter
Dieses Gedicht spricht mir aus der Seele, weil man die Emotionen nicht auch noch in Formen und Normen zwingen sollte. Es sind unsere Worte, die Worte des Poeten, die ihre Freiheit brauchen in den Zeilen. Ich brauche kein Amt für Poesie und Dichtkunst, das mir mit Vorschriften meine Gefühle und Worte einengt. Es gibt genug Lyrik-Buchhalter, die darauf stehen.