Wir steh'n vor unsren Jahren und spüren diese Stille,
was immer uns zum Schweigen zwingt, gleicht Kapitulation;
man öffnet seinen Mund zum Wort - doch es entweicht kein Ton,
wohin floh dieser Ruf nach Liebe, wohin dieser Wille,
uns zu umarmen, uns zu herzen, um uns zu verstehen,
wir hatten alle Zeit der Welt, die Uhren standen still,
es gab kein nein und kein vielleicht, es gab nur ein ich will,
war'n beide in uns angelangt, doch keiner wollte gehen.
Musst du, muss ich - müssen wir beide - die Stille nun verstehen?
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Irgendwann hört jeder mal die Stille, dann muss man schreien oder man verliert jemanden.
Dein Gedicht aber ist wunderschön und sehr lebenserfahren.
Sirius
Reset the World!
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Ja, lieber Sirius, irgendwann wird es still in uns.
Wenn der ganze Trubel eines Lebens an uns vorbei, oder durch uns hindurchgezogen ist.
Wenn die Herzen müde werden, vom ewigen auf und ab.
Dann müssen wir uns in diese Stille legen.
Eine japanische Lebensweisheit:
Im Meer des Lebens,
im Meer des Sterbens,
in beidem müde geworden,
sucht meine Seele den Berg,
an dem alle Flut verebbt.
Ich danke dir herzlich!
Jonny
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