Kolossal
Eifrig arbeitet die Wissenschaft an der Auferstehung des Mammuts. Uns fallen aber interessantere Pillen ein.
Als Erstes muss man anerkennend bemerken: Das ist mal eine todschicke, zugleich heftig niedliche Maus. Und das mit dem „tod-“ meinen wir keineswegs doppeldeutig. Denn jede Katze würde es sich gut überlegen, so viel Fell runterzuschlucken. Das muss sich anfühlen, als wenn unsereins einen Pudelmützenbommel runterwürgen wollte, ganz ohne Soße.
Es ist die Rede von der „Colossal Wooly Mouse“, die von Forschenden aus den (bestimmt Vor-Trump-)USA und Schweden gezüchtet wurde. Sie hat ein üppiges goldbraunes, dauergewelltes Fell, wie es einst die entsprechend benannten Wollhaarmammuts zierte und gegen Kälte schützte. Diese Maus, in deren Erbgut das Team bis zu sieben Gene veränderte, soll, so die Hoffnung, irgendwann dazu führen, dass die ausgestorbenen Mammuts nicht mehr ausgestorben sind. Die Schöpfer und Schöpferinnen der Maus jedenfalls sprechen von „einem Wendepunkt in unserer Mission zur Auferstehung des Mammuts“.
Andere Forschende bezweifeln freilich, dass eine Maus je einen Elefanten gebären wird, selbst eine kolossale. Die Techniken, so sagen sie, „lassen sich nicht auf andere Arten anwenden, nicht einmal auf Ratten, die enge Verwandte der Maus sind“. Um einige wenige Colossal Wooly Mouses zu erhalten (die man neidlos als „cute“, niedlich, bezeichnet), habe man Hunderte Mäusebabys zeugen müssen.
Und: „Bei Elefanten ist das schlicht nicht machbar.“ Das leuchtet selbst der Laiin unmittelbar ein, denn wo sollen all die Elefanten hin, die Elefanten in Räumen voller Glas? Und wo soll all das Futter für die Labor㈠elefanten herkommen?
Die Firma Colossal Bio㈠sciences aus Dallas verspricht indessen ein Mammutkalb bis 2028. Und sie möchte dann weitermachen mit dem Dodo und dem Tasmanischen Tiger
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https://www.fr.de/kultur/timesmager/kolossal-93629587.html
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