Umgang mit Geld „Am Bargeld hängt die Freiheit“ – Petition hat fast 120 000 Unterschriften
Die schleichende Abschaffung von Bargeld bedroht unsere Freiheit. Überzeugt davon ist der Buchautor Hansjörg Stützle, der schon fast 120 000 Unterschriften gesammelt hat.
Schleichend verschwindet das Bargeld aus dem Zahlungsverkehr – für Hansjörg Stützle ein alarmierender Prozess. Der Autor des Buches „Das Bargeld-Komplott“ warnt vor dem Verlust von Freiheit. Seine Vortragsreise führt den Uhldinger im März in den Kreis Ludwigsburg. Im Interview erklärt der 54-Jährige die Beweggründe seines Engagements für den Erhalt des Bargelds.
Herr Stützle, mit einer Giro-Karte geht es im Supermarkt an der Kasse meistens schneller. Was spricht gegen bargeldlosen Zahlungsverkehr?
Stützle: Schneller geht es ja nur bei kontaktlosem Zahlen, nicht aber mit Pin oder Unterschrift. Mein Haupteinwand: Man verliert die Kontrolle über das Geld und realisiert nicht mehr den Austauschvorgang – man gibt sein Geld nicht mehr physisch aus den Händen, meistens überlegt man dabei nicht einmal mehr, ob der Gegenwert stimmt.
Können Sie das belegen?
Verschiedene Studien zeigen: Mit Karte gibt ein Kunde viel mehr Geld aus. Er akzeptiert beim Kaufvorgang höhere Preise: beim Bier bis zu etwa 35 Prozent mehr, bei der Tasse Kaffee bis circa 50 Prozent zusätzlich. Je nach Situation steigt die Ausgabenfreude mit Karte auf bis zu 100 Prozent.
Sie warnen davor, dass Bargeld schleichend abgeschafft werden soll. Wer könnte daran ein Interesse haben?
Man muss nur dem Prinzip „Cui bono?“ – Wem nützt es? – folgen, dann findet man die vielzähligen Interessenlagen etwa der Finanzindustrie und weiteren sehr mächtigen Institutionen. Es ist bekannt, dass Bargeld sich nicht mehr halten kann, wenn die Barzahlungsquote unter rund 15 Prozent fällt. Dann wird Bargeld zu teuer und die Infrastruktur kann nicht mehr aufrechterhalten werden. Die Notenbanken äußern ganz klar: „Das Euro-System wird weiterhin Banknoten anbieten und deren Nutzung ermöglichen, solange die Nachfrage besteht.“ Gehen die Entwicklungen so weiter, schaffen wir Bürger das Bargeld selbst ab.
Wie attraktiv ist ein rein digitales Bezahlsystem für die Banken?
Für digitales Bezahlen fallen Gebühren an. Der gesamte Einzelhandel muss für jeden digitalen Bezahlvorgang zum Teil hohe Gebühren an die Banken zahlen. Natürlich wird diese Leistung an den Verbraucher weitergegeben. Einen Nutzen vom reinen Giralgeld hat übrigens auch der Staat – er bekommt noch mehr Transparenz.
Weiterlesen:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal...50f9647fcb.html
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Hier der Link zur Petition:
https://bargeldverbot.info/petition/#unterzeichnen
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