Da war doch vieles noch, was ich dir sagen wollte,
hab wohl zu lange nach dem rechten Wort gesucht.
Ganz plötzlich fiel der Stein, der alles überrollte,
nun hab ich mich, mein Zaudern - und die Welt verflucht.
So viele Bilder malte ich in meiner Tiefe
für dich, doch nie fand ich die Farben schön genug.
Fast jeden Abend schrieb ich an dich lange Briefe,
wie schade, dass ich sie stets nur im Herzen trug.
In manchen Nächten, da fühl ich wieder diesen Stein,
der sich so schwer, so schwer auf meine Seele legt.
Und ich ertrinke im bleichen, fahlen Mondenschein,
wenn sich dein Lächeln langsam von mir fortbewegt...
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Das ist dir sehr gut gelungen! Die zweite Strophe mag ich ganz besonders und auch die Formulierung "und ich ertrinke im bleichen, fahlen Mondenschein."
Das Ungesagte, Ungetane ist guter Stoff für tiefe Worte!
"Leg dein ganzes Sein in dein geringstes Tun" (Pessoa)
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Hab ganz lieben Dank, kama!
Hab gerade noch etwas daran rumgebastelt, die letzte Strophe muss ich mir auch noch einmal vornehmen,
hab da eine böse Doppelung drin.
Es war ja auch schon recht spät, da hab ich wohl nicht mehr so gut gesehen...
Liebe Grüße dir
Jonny
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Sehr melancholische Verse, Jonny! Beim Lesen ist die Schwere des Steins zu fühlen.
Lieben Gruß
Lotte
Schenke der Welt mein Lächeln,
morgen lächelt sie zurück.
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Hab vielen Dank, Lotte!
Ich wollte gestern Nacht einfach nicht schlafen.
Und der Sirius hat mich mit dem schönen Text von Rainer Weidenauer (Allein) inspiriert,
ein paar Zeilen zu schreiben.
Und wenn sie gefallen, freue ich mich!
Liebe Grüße in den Abend
Jonny
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Und wie sie gefallen, Jonny, ich finde sie traumhaft schön!
Und meinst du mit der Doppelung "..die sich so schwer, so schwer.."?
Das würde ich stehenlassen, das macht die Bedeutung erst so richtig stark.
Sirius
Reset the World!
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Danke, lieber Sirius!
...meine Seele legt... hab ich im letzten Vers zweimal.
Hab grad noch keine Idee, muss da aber was ändern.
Jonny
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In manchen Nächten, da fühl ich wieder diesen Stein,
der sich so schwer, so schwer auf meine Seele legt.
Und ich ertrinke im bleichen, fahlen Mondenschein,
wenn sich dein Lächeln auf das meine übertragt.
Lieber Jonny,
die zweite Stophe finde ich besonders schön.
Ich kann auch diesen schweren Stein fühlen. Wäre das ein Lied, dann aber sowas von in Moll...
Ich wünsche dem LI, dass es ihm gelingt, diesen Stein bald mit Leichtigkeit wegzuwerfen.
Lieben Gruß
Letreo
Schreiben macht schön.
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Hab lieben Dank, Letreo!
Da fällt mir doch ein Stein vom Herzen...
Deine Idee für die letzte Zeile ist gut.
Danke dafür!
Ich schlaf nochmal drüber...
Wünsch dir eine gute Nacht!
Jonny
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Lieber Jonny,
Ich habe nur kleine Änderungsvorschläge....
Da war doch vieles noch, was ich dir sagen wollte,
hab wohl zu lange nach dem rechten Wort gesucht.
Ganz plötzlich fiel der Stein, der alles überrollte,
nun hab ich mich, mein Zaudern - und die Welt verflucht.
So viele Bilder malte ich in meiner Tiefe
für dich, doch nie fand ich die Farben schön genug.
Fast jeden Abend schrieb ich lange Briefe,
wie schade, dass ich sie nur in meinem Herzen trug.
In manchen Nächten, da fühl ich wieder diesen Stein,
der sich so schwer, so schwer auf meine Seele legt.
Und ich ertrink im bleichen, fahlen Mondenschein,
wenn sich dein Lächeln über meine Seele legt.
Besonders den letzten Vers finde ich schön, nicht ganz logisch finde ich in Strophe eins den fallenden Stein....
Herzlich
Frollein a
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Liebes Frollein a!
Hab lieben fürs drüberschauen und für deine Vorschläge!
Ich fang mal mit dem Stein an.
Der fallende Stein, der auch in der letzten Strophe noch einmal auftaucht, steht für ein Ereignis, dem weitere folgten.
Geschehnisse, die nicht mehr aufzuhalten waren.
Man sagt ja auch: Das hat den Stein ins Rollen gebracht. Was das gewesen sein könnte, überlasse ich der Fantasie...
Dein Vorschlag "wie schade, dass ich sie nur in meinem Herzen trug", hat eine Silbe zu viel.
In dieser Zeile bin ich auch etwas stecken geblieben, mir gefällt ...dass ich sie stets nur... auch nicht, klingt etwas abgehackt.
Da stockt bei deiner wie bei meiner Zeile der Lesefluss, erfordert ein nochmaliges Lesen, um den Rhythmus zu finden.
Da geh ich nochmal ran, letzte Zeile in Strophe drei hab ich nun auch geändert, dass doppelte "meine Seele legt" ist raus.
Und wenn ich in Strophe drei ertrink, statt ertrinke schreibe, fehlt wieder eine Silbe.
Aber das würde nicht auffallen beim Lesen dieser Zeile.
Ich freue mich über deine Gedanken dazu!
Liebe Grüße
Jonny
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