Ich wandre wach durch Mondesstunden
was bin ich müde dich zu lieben
welch Sehnsucht ist an dich gebunden
sind wir doch nichts einand' geblieben
Um deinen grauen Bart zu küssen
was gäb ich drum, ich geb mich hin
Ich leb im Tal von Demutsflüssen
so lange, bis ich nicht mehr bin
Die Leidenschaft ertränk' ich hier
vergessen bald die sanften Augen
und wenn ich mich nun selbst verlier'
muss ich an dich und mich nicht glauben
Denn ohnehin, was bist du mir
fast fremd und Michnichtliebender
bist fern, so fern dass ich erfrier
und nestwarm mich nie Wiegender.
"Leg dein ganzes Sein in dein geringstes Tun" (Pessoa)
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Ich weiß nicht, ob das Gedicht an Traurigkeit noch steigerungsfähig ist.
Es ist sehr emotional in deiner wunderbaren Schreibe geschrieben, liebe kama. Man ist gefangen von der Stimmung, die auch noch nach dem Lesen anhält.
Sirius
Reset the World!
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Liebe Martina,
Das ist unglaublich und haut mich um ....durch die Melancholie, den Klang, die Worte hinter den Worten - einfach alles!!!!
Danke...
Frollein a.
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Die Erkenntnis der letzten Strophe schmerzt, Martina, hört das LI doch nicht auf zu lieben...
Liebe Lottegrüße
Schenke der Welt mein Lächeln,
morgen lächelt sie zurück.
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Ich danke euch sehr fürs Kommentieren!
Nein scrab, das LI kann gar nicht aufhören zu lieben. Vielleicht aber irgendwann die Liebe pur und frei empfinden, entkoppelt von Begierde, Leidenschaft, Sehnsucht und Anhaftung. Aber solange das nicht der Fall ist, gibts wenigstens Stoff zum Schreiben..
"Leg dein ganzes Sein in dein geringstes Tun" (Pessoa)
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