Dass die Unschärferelation in ihrer eleatentischen Undeutlichkeit mein Leben massiv beeinflusst, wurde mir während eines Symposium deutlich, als ich nicht mehr wusste, wo ich bin, wenn ich wusste, wer ich bin. Und umgekehrt! Das war schon etwas peinlich. Die anderen guckten ganz komisch, als ich einen Stadtplan mit meinem Personalausweis verglich.
Erschwerend kam hinzu, dass es auch noch das Überlichtschnelle Subatomare Zwillingsteilchenparadoxon gab, nicht zu verwechseln mit Einsteins Gleichzeitigkeitsproblem. Einstein lässt Zwillinge unterschiedlich alt aussehen, wenn der eine viel, möglicht mit Fast-Lichtgeschwindigkeit, rumgedüst, das Subatomare Zwillingsparadoxon hingegen besagt, dass es Verschränkte Subatomare Zwillinge gibt, die man nur zeitgleich vernichten kann, egal wie viele Lichtjahre sie von einander getrennt sind. Und das wiederum mopst diejenigen, welche Überlichtgeschwindigkeit lt. Einstein schlichtweg für unmöglich halten und Gleichzeitigkeit für ein Gerücht. Und das Ungenauigkeitsprinzip, entstanden aus der Heisenberg’schen Unschärferelation, besagt, dass man niemandem weiter trauen darf, als man ihn werfen kann, denn meine Gedanken brauchen keine Lichtjahre, um in den Pferdekopfnebel zu reisen und außerdem mopsen mich diese ganzen Überlegungen. Erstens, weil ich sie nicht wirklich selber gedacht habe und vermutlich nur sehr rudimentär verstehe. Zweitens: Hilft uns eine Formel, welche Macro- und Microkosmos verbindend erklärt, bei den Problemen des Alltages? Bei irgendwelchen sozialen, psychologischen, ökonomischen, politischen Problemen? Bei Liebeskummer oder Kater? Bei Pleite?
Außerdem sei noch gar nicht sicher, ob Materie auch tatsächlich existiert. Letztendlich scheint es nur auf einige Anweisungen hinauszulaufen, die der Vakuumenergie einreden, sie wäre in der Lage Materie zu erzeugen, und zwar zinslos spontan aus virtuellen Teilchen oder ungenauen Wellen. Näheres wüsste man nicht genau. Deswegen würde es ja auch Ungenauigkeitsprinzip heißen.
Und dann, völlig aus dem Zusammenhang gerissen:
Wir leben in seltsamen Zeiten
Zusammen mit seltsamen Leuten
Das, angeblich, war schon immer
Alles würde bloß nur schlimmer
Alle klettern Hühnerleiter
Und ein jeder ist bald dran
Ich vertrau doch keinem weiter
Als ich ihn auch werfen kann
Ich hingegen bin nicht so
Gott sein Schrank, was bin ich froh
Darum lass uns einen Saufen
Wenn du zahlst, sauf' ich auch zwei
Und du könntest Nüsse kaufen
Leg noch etwas Bargeld bei
Zehn Weise können nicht einen Idioten ersetzen!
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Der letzte Vers gefällt mir am besten, Karl-Ludwig.
Den verstehe ich sogar!
(Die Erzählung ist natürlich auch gut)
Ich wünsch dir einen schönen Abend
Jonny
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