Lasst die Mütter in Ruhe!
Warum sich Kürzungen beim Elterngeld verbieten und die Ausweitung der Mütterrente überfällig ist
Deutschland altert und ausgerechnet für Mütter soll esbald weniger Geld geben? Während die Koalitionsverhandlungen laufen, mehren sich die Kürzungsvorschläge, die gegen die gerichtet sind, die noch immer den Großteil der harten, unbezahlten Sorgearbeit schultern, dafür aber mit Altersarmut und Pay Gap gestraft werden: Mütter.
Für die, die bald Kinder bekommen, wird das Elterngeld in Frage gestellt. FAZ-Journalistin Julia Löhr forderte im Presseclub, das Elterngeld abzuschaffen, um acht Milliarden Euro im Haushalt zu sparen. Dasselbe fordert Ifo-Chef Clemens Fuest. Das Elterngeld sei ein „nice to have“, das man streichen könne, so der Ökonom.
Und für die, die ihre Kinder längst erzogen (und dafür ihre Karrieren hintangestellt) haben, wird die von Schwarz-Rot geplante Ausweitung der Mütterrente als teures Wahlgeschenk verunglimpft. Die Wirtschaftsweisen Monika Schnitzer und Veronika Grimm halten die Mütterrente für aus der Zeit gefallen und ein „reines Wahlgeschenk“. Ähnlich scharfe Töne schlagen die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, und der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, an.
Wer wie Fuest das Elterngeld als „nice to have“ kleinredet, ist von der Lebensrealität der Mittelschicht so weit entfernt wie der Mars von der Erde. Die bittere Realität ist: Ohne Elterngeld könnten sich viele Paare aus der Mittelschicht gar kein Kind leisten, weil ein Partner auf das volle Gehalt verzichten müsste. Und das wären in den meisten Fällen: die Mütter.
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