Mehr Deutschlandtickets als zugelassene Autos
In Hamburg gibt es aktuell mehr Deutschlandtickets als zugelassene Autos. Für die einen Ergebnis gelungener Verkehrspolitik, für andere Folge von "ideologischem Wahnsinn".
Welches Verkehrsmittel Anjes Tjarks (B'90/Grüne) bevorzugt, ist offensichtlich: Trotz Hamburger Schmuddelwetters kommt der Senator zum Interview geradelt. Knapp 300 Kilometer Radwege hat seine Behörde für Verkehr und Mobilitätswende in der letzten Legislaturperiode gebaut oder erneuert.
Wie etwa an der Königstraße wurden Fahrspuren für Autos in geschützte Radwege umgewandelt oder zumindest verengt, um farblich markierte Fahrradstreifen einzurichten. Noch sei Hamburg keine Fahrradstadt, aber auf dem Weg dahin, sagt der 43-Jährige.
Was nicht bedeute, dass andere Verkehrsmittel hintanstehen: "Für längere Strecken brauchen wir Busse und Bahnen. Und wir werden auch viele Situationen haben, wo Menschen nicht auf das Auto verzichten können oder wollen."
Seit zehn Jahren regiert Rot-Grün in der Hansestadt. Der Erste Bürgermeister, Peter Tschentscher von der SPD, lässt den Juniorpartner nicht nur gewähren, er unterstützt dessen Kurs ausdrücklich: "Wir stellen fest, dass die Verkehrswende wirkt, dass es mehr Menschen gibt, die Bus und Bahn fahren, dass es weniger angemeldete Autos gibt und dass wir auch im sogenannten Stau-Index von den ersten Plätzen runter sind, auf Platz 9 - noch hinter Bonn."
Aktuell verzeichnet Hamburg mehr aktive Deutschlandtickets (924.000) als zugelassene Autos (820.000). Nicht zuletzt Folge des Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs. In den vergangenen Jahren wurden U- und S-Bahnstrecken verlängert, im Norden der Stadt soll die neue U5 ab 2040 jährlich rund 100 Millionen Menschen transportieren.
Weiterlesen:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/d...adwege-100.html
Reset the World!
Beiträge: | 27.777 |
Registriert am: | 02.11.2015 |
![]() | Ein eigenes Forum erstellen |