Mann klagte nach Krebserkrankung
US-Jury verurteilt Bayer zu 2,1 Milliarden Dollar Schadensersatz in Prozess um Unkrautvernichter
Ein Mann in den USA behauptet, er sei wegen eines Unkrautvernichtungsmittels von Monsanto an Krebs erkrankt. Eine Geschworenenjury gab ihm nun recht, der Mutterkonzern Bayer soll ihn mit einer Milliardensumme entschädigen.
Schon seit Jahren ist der deutsche Agrar- und Pharmakonzern Bayer in zahlreiche Rechtsstreitigkeiten wegen seines Unkrautvernichters Roundup verwickelt: Insgesamt 170.000 Klagen wurden bis März 2025 eingereicht, in denen es um die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Roundup geht. Das ist ein glyphosathaltiges Mittel der Bayer-Tochter Monsanto. Nun gibt es in einem weiteren Fall ein Urteil: US-Geschworene haben Bayer zu einer Milliardensumme an Schadensersatz verurteilt.
Wie die Anwälte des Klägers auf Nachfrage mitteilten, sprach die Jury dem Mann knapp 2,1 Milliarden US-Dollar (etwa 1,9 Milliarden Euro) zu. Er hatte geklagt, weil er nach eigenen Angaben wegen Roundup an Krebs erkrankt war. Das Urteil fiel im US-Bundesstaat Georgia, Bayer kündigte Berufung gegen die Entscheidung an.
»Das heutige Urteil ist ein weiteres Beispiel für die Weigerung von Bayer, die Verantwortung für die Vergiftung von Menschen mit dem giftigen Unkrautvernichtungsmittel Roundup zu übernehmen«, hieß es in einer Mitteilung der Anwälte des Klägers. Bayer hingegen teilte mit: »Wir sind mit dem Urteil der Geschworenen nicht einverstanden.« Die Entscheidung stehe im Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Bewertungen der Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt. »Dass Glyphosat sicher und nicht krebserregend ist, haben alle wichtigen Zulassungsbehörden mehrfach bestätigt, zuletzt auch in der EU.«
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