Chimamanda Ngozi Adichie: Dream Count
Mit "Dream Count" kehrt Chimamanda Ngozi Adichie endlich zur Fiktion zurück. Ein Buch, das viel verspricht: Es geht um vier afrikanische Frauen in den USA und Nigeria, um Zugehörigkeit, Verlust und Neuanfang.
von Theresa Hübner, SWR
Drei der Frauen sind in Afrika aufgewachsen und leben inzwischen in den USA, eine ist in Nigeria geblieben. Unterschiedlich in Herkunft, Status und Lebenssituation, eint sie doch die Suche nach Erfüllung. Schon der erste Satz des Romans steckt das zentrale Thema ab:
"Ich habe mich immer danach gesehnt, von einem anderen Menschen erkannt zu werden, wirklich erkannt."
Das sagt Chiamaka, genannt Chia, die erste der vier Protagonistinnen. Chia stammt aus einer wohlhabenden nigerianischen Familie und lebt als Reiseschriftstellerin in den USA - jedoch bislang ohne größeren Erfolg. Die Pandemie zwingt sie zur Untätigkeit, und in dieser Zeit beginnt sie, über vergangene Beziehungen zu sinnieren. Sie googelt im Netz nach ihren Ex-Partnern: Darnell, schön, aber gefühlskalt; ein verheirateter Engländer, dessen Geliebte sie lange war, und Chuka, der perfekte Mann - den Chia trotzdem nicht lieben konnte.
Von Chia aus verzweigt sich die Geschichte zu den anderen Frauen. Zikora, ihre beste Freundin, hat in Washington Karriere als Anwältin gemacht. Jahrelang hat sie sich ein Kind gewünscht - jetzt ist sie schwanger, doch der vermeintliche Traummann verlässt sie, als er von der Schwangerschaft erfährt.
Er konnte das, einfach ungeschoren davonkommen, sich entscheiden, nichts zu tun, aber sie würde diese Option nie haben, denn es war ihr Körper, und ein Baby musste entweder zur Welt gebracht werden oder nicht.
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https://www.ndr.de/kultur/buch/tipps/Dre...adichie110.html
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