Julia Schoch: Wild nach einem wilden Traum
Was passiert, wenn die Lust verblasst und die Liebe abstumpft - davon hat Julia Schoch in dem zweiten Band ihrer Trilogie erzählt. Nun erinnert sich die Erzählerin an eine Episode, in der die Liebe wild und fordernd aufflackerte.
von Alexander Solloch
"Stürzen Sie sich vor allem in die Liebe. Verschwenden Sie sich. Sparen Sie sich und Ihre Gefühle nicht auf. Seien Sie großzügig und mutig, wenn es um die Angelegenheiten des Herzens geht." Diese Anregungen hat die Schriftstellerin Julia Schoch vor einiger Zeit jungen Menschen in Saarbrücken, Abiturientinnen und Abiturienten, mit auf den Weg gegeben. Ihre Rede hatte die Überschrift: "Love love love". Diese unüberbietbare Wichtigkeit der Liebe und all das Glück und all der Schmerz rundherum bieten das Fundament der Trilogie "Biografie einer Frau", die Julia Schoch jetzt mit ihrem neuen Roman abschließt.
Warum gibt es eigentlich die Kultur? Man sagt immer, sie erst mache den Menschen wesentlich, hebe ihn hinaus über alles profane Nützlichkeitsdenken, habe keinen fassbaren Zweck und gebe gerade dadurch dem Leben erst Sinn. Vielleicht aber ist es auch ganz anders, viel pragmatischer, denkt sich die Erzählerin in Julia Schochs neuem Roman. Sie, die die 50 wohl inzwischen knapp überschritten hat, denkt zurück an eine Zeit, da sie als junge Dozentin Literatur lehrte; sie bot Seminare an, die vor allem junge Männer anziehen sollten, Seminare über Houellebecq, Absurdes Theater, die Postmoderne - die paar Männer, die überhaupt Literatur studierten, sollten alle bei ihr landen.
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https://www.ndr.de/kultur/buch/tipps/Wil...,schoch134.html
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