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  • Thema von Karl Ludwig im Forum Kurzgeschichten

    Es regnete, als ich um sechs Uhr morgens aus dem blöden Egon taumelte und über Maeve stolperte. Mein Dagda (irischer Obergott) aber auch, denn Maeve ist ein irischer Name, der "die Betrunkene" bedeutet.

    Ich kannte sie nur als Stimmungskanone gegen spätestens drei Uhr morgens. Sie weinte. Wie ungewohnt! Ich setzte mich dazu und half ihr die Mauer zu stützen:

    „Nun?“

    „Ja!“

    „Also: Nun-ja?“

    „Genau!“

    „Aber warum heulst du? Ist das Wodkafeld abgebrannt?“

    „Nein, aber mein Freund ist Antialkoholiker geworden. Auch diese leckeren BiFi-Würstchen verschmäht er neuerdings.“

    „Na und?“

    „Und dann guckt er immer so missbilligend.“

    „Na und?“

    „Und dann kann ich gar nicht mehr eins mit mir selber halbnackt auf dem Tresen tanzen.“

    „Na und?“

    „Meinst du, ich sollte mich ändern? Oder meinen Freund wechseln?“

    „Auf gar keinen Fall darfst du deine Natur leugnen. Und halbnackt ist sowieso zu wenig. Zu viel an. Der soll sich nicht so anstellen. Wieso hast du überhaupt einen Freund nötig? Du bist doch auch ohne Freund recht beliebt.“

    „Du siehst die Dinge zu nüchtern. Soziale Kompetenz ist eher weniger dein Behuf so?“

    „Duktus sehr ungenau, aber ich weiß, was du meinen könntest. Das ist doch das Reizvolle dabei: Jeder hofft insgeheim von davon, den Hauptpreis einheimsen zu dürfen.“

    „Ich bin aber nicht so Eine.“

    „Die Andere aber erst recht nicht.“

    „Du verstehst mich.“

    „Das könntest du beweisen indem du keine eine andere…“

    „Ja-ja. Das Eine. Wollt ihr immer.“

    „Auch wir Männer haben eine „Natur“. Die ist in der Gebrauchsanleitung beschrieben. Wir können uns das Hirn doppelt wegschießen. Mit netten Tanten und Alkohol. Am besten beides auf einmal. Und für mich noch einen fetten Joint.“

    „Ich dachte, du ernährst dich von panierten Ölsardinen.“

    „Jetzt ziehe das bitte nicht ins Lächerliche. Ich leide mit dir, weil ich so nett bin.“

    Leider haben wir es in dieser Nacht nicht bis nach Hause geschafft. Ein Notarztwagen überfuhr uns an einer roten Ampel.

  • Von hinten geschubstDatum27.03.2025 07:56
    Thema von Karl Ludwig im Forum Kurzgeschichten

    Eine Rückführung, auch als Reinkarnationstherapie bekannt, ist eine Methode, um in ein früheres Leben zu reisen. Man versetzt sich in einen Alphazustand (Augen schließen und das Bewusstsein in Richtung Tiefenschlaf schubsen): „Du sinkst tiefer und schaltest vollkommen ab. Sinkst tiefer und schaltest ab. Sinkst tiefer und schaltest ab, schaltest vollkommen ab.“

    Erst versuchte ich mich in kleinen Schritten: „Wer oder was war ich 1949?“

    Damals war ich nachweislich eine Schüssel Popcorn.

    Ich bohrte tiefer: „Und vor 2.000 Jahren?“

    Da war die Reinkarnationstherapie noch nicht entdeckt. Dennoch erfand ich später das Schießpulver, den Kompass und die Freimaurerei, nebst Fallschirm.

    Ich traf übrigens auch Sirius. Der hatte sich als Turmbau zu Babel verkleidet, damit ganz viele Zungen Blödsinn reden. Heute führt er folglich ein Literaturforum an, - ohne Waffenschein.

    Ich traf die unglaublichsten Gestalten. Auch wenn man ‚unglaublich‘ nicht steigern sollte… Doch einem Donald Duck Händchen haltend mit Donald Trump zu begegnen ist schon traumatisierend. Das sollte nämlich Dagobert Duck sein laut Regie, und schon geriet alles außer Kontrolle und Schreckliches passierte: Ich begegnete mir selber!

    In voller Rüstung, hier als Küchenschürze getarnt, sah ich amüsiert zu, wie ich die Konstanten der Versuchsanordnung modifizierte und dennoch kein vernünftiges Steak hinbekam. Da wurde ich zum Kugelschreiber und notierte für folgende Generationen:

    Rückführen ist Richtungsegal
    Hauptsache weg. Das rat ich Dir.
    Erfinde eine Jahreszahl
    Dort findest Du mir.

  • Ist das schon denken?Datum23.03.2025 09:25
    Thema von Karl Ludwig im Forum Kurzgeschichten

    Curt Jürgens hatte sich ja darüber beschwert, mit 60 Jahren kein bisschen weise geworden zu sein. Ich habe dieses Lied nicht wahrgenommen, - ich war ja selber jung und was interessieren da die geträllerten Alterssuaden fremder Menschen.

    Inzwischen bin ich knapp 15 Jahre älter als 60, und gebe zu bedenken, dass hier mal wieder eine, im Prinzip großartige, Idee nicht ganz zu Ende gedacht wurde.

    Nämlich: Daraus eine Serie zu machen. Mit lauter Folgesong: 61 und immer noch kein bisschen weise, 62 und immer noch kein bisschen weise, 63 und immer noch kein bisschen weise … bis hin zu: 75 und immer noch kein bisschen weise.

    Wie würde sich Weisheit überhaupt auf mich auswirken?

    Würde ich zu allem eine Erklärung absondern, oder das Maul halten? Bei komplexen Fragen auf einen nahegezogenen Interpretationshorizont verweisen? Würde ich Unsinn reden: Leben ist wie ein Strand und dann stirbst du? (Life is a beach, and then you die). Würde ich meinen Kaffee abdecken, damit mir kein Ungeziefer darin ertrinkt? Veganer werden? Weniger scribale Umweltemission verschleudern? Meine 2Delefanten hinter der Tapete aufpumpen? Die Gullimumpfen rausschmeißen? Als Guru inthronisieren und der Welt die Welt (und darüber hinaus) erklären?

    Ich weiß es nicht. Ich kann es gar nicht wissen. Und der Leser genau so wenig.

    Es gibt zwar Online Intelligenztests, aber Weisheitstests sucht der angehende Erkenntnisliebhaber vergebens.

    Wäre es mir als weiser Mensch egal, wenn ich dumm bleibe?

    Nun. Das Universum lächelt mich an. Als ob es einen Witz kapiert hätte.

  • Eine Kelle BuchstabensuppeDatum21.03.2025 11:02
    Thema von Karl Ludwig im Forum Satiren politisch, ges...

    Ich komme einfach nicht mehr mit, wenn mit Begriffen operiert wird wie: „Linksversifft, Öko-sozialistische Manipulation, Woke Indoktrination, rechtslibertäre Ideologie, konservative Grundeinstellung, Evolutionslüge, Blockchain, Alignment, Committen, Disruptiv, Elevator Pitch, und all diese, dem Creativ geschuldeten Worte als Gruppen Identifikation-Wortkrücke.“

    Das sind sogenannte Buzzworte, wobei Buzzwort selber ein Buzzwort ist.

    Ständig prasseln neue Worthülsen auf mich ein: „Kommunikative Gerechtigkeit“. Was soll das denn sein, Fragezeichen.

    Vermutlich die Befugnis zu lügen. Vielleicht sogar das Recht, den Gegner zu beißen.

    Ich habe ja nichts gegen Kreativität. Manchmal überfällt sie sogar mich. Sie sei willkommen.

    Aber nur, wenn die Gedanken-Emissionen nicht von Begriffs-Spastikern im gegenteiligen Sinne verwendet werden. Nur, wenn sie nicht dazu dient, den größten Schwachsinn plausibel klingen zu lassen.

    Wer „Empowerment“ im Sprachschatz mit sich führt und nutzt, ist doch wohl eine unappetitliche Körperöffnung! (Sträter).

    Ich könnte stundenlang so weiter machen. Aber nutzt es was? Oder wem? Oder wie, bzw. was.

  • Diese Jahreszeit ist doofDatum21.03.2025 08:23
    Foren-Beitrag von Karl Ludwig im Thema Diese Jahreszeit ist doof

    Original:

    Der Winter ist ein rechter Mann,
    Kernfest und auf die Dauer;
    Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
    Und scheut nicht Süß noch Sauer.

    War je ein Mann gesund, ist er’s;
    Er krankt und kränkelt nimmer,
    Weiß nichts von Nachtschweiß noch Vapeurs,
    Und schläft im kalten Zimmer.

    Er zieht sein Hemd im Freien an,
    Und läßt’s vorher nicht wärmen;
    Und spottet über Fluß im Zahn
    Und Kolik in Gedärmen.

    Aus Blumen und aus Vogelsang
    Weiß er sich nichts zu machen,
    Haßt warmen Drang und warmen Klang
    Und alle warme Sachen.

    Doch wenn die Füchse bellen sehr,
    Wenn’s Holz im Ofen knittert,
    Und um den Ofen Knecht und Herr
    Die Hände reibt und zittert;

    Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht,
    Und Teich’ und Seen krachen;
    Das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
    Denn will er sich todt lachen. –

    Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
    Beym Nordpol an dem Strande;
    Doch hat er auch ein Sommerhaus
    Im lieben Schweizerlande.

    Da ist er denn bald dort bald hier,
    Gut Regiment zu führen.
    Und wenn er durchzieht, stehen wir
    Und sehn ihn an und frieren.

  • Diese Jahreszeit ist doofDatum21.03.2025 08:10
    Foren-Beitrag von Karl Ludwig im Thema Diese Jahreszeit ist doof

    Der Winter ist ein blöder Mann,
    das steht fest und zwar auf Dauer;
    sein Sein fühlt sich wie Eiszeit an,
    und macht mich wirklich sauer.

    Vorher voll gesund. Doch nun
    krankt und kränkelt immer schlimmer,
    mit Nachtschweiß und unruhig ruh‘n
    Und stets zu kalt das Zimmer.

    Ich zieh mein Hemd im Bettchen an,
    Und tu es vorher wärmen;
    und schimpfe laut ob diesem Wahn
    hab Kolik in Gedärmen.

    Blumen und viel Vogelsang
    soll der Frühling machen,
    wecken mich mit innig Klang:
    Kaffee Kuchen und so Sachen.

    Wenn die Dichter dichten sehr
    Ob Wechselreim oder knittert,
    - schwierig. wenn der Mensch, mein Herr,
    die Hände reibt und zittert.

    Wenn jeder Reim vor Frust zerbricht,
    Und all Kadenzen krachen;
    Klingt das denn gut? Wohl eher nicht!
    Er hört die echten Könner lachen.

    Dem Winter macht das gar nichts aus.
    Er zieht weiter durch die Welt,
    belagert mich im meim Zuhaus,
    als gäbe es für dafür Geld

    Dort ist er, und da, nein, hier,
    und lauert vor den Türen.
    Und wenn wir öffnen, sehen wir
    den bösen Mann und frieren.

  • Diese Jahreszeit ist doofDatum12.03.2025 04:05
    Foren-Beitrag von Karl Ludwig im Thema Diese Jahreszeit ist doof

    Ich schließe mich Deiner Meineng an.

  • Diese Jahreszeit ist doofDatum11.03.2025 09:31
    Thema von Karl Ludwig im Forum Frühling

    Der Nebel in meinem Garten,
    vertreibt sich die Zeit mit Warten,
    auf Frühling, und auf Sonne,
    und was da sonst noch komme.
    Dann würde er, (ist wirklich wahr)
    durchsichtig und ganz völlig klar.

    Der Nebel verbirgt auch mein Gesicht.
    Die Nachbarn? Kennen mich so nicht.
    Ich tanze den Schlierenfandango!
    Leute, das geht ganz einfach. Nämlich so:
    Hals über Kopf, Beine im Arm.
    Und dann wird’s auch wieder warm.

    Es soll ja noch viel kälter werden.
    Luft von Norden auf deutschen Erden.
    Genau hier. Und das mir! Im Märzen!
    Das Wetter liebt ja woll das Scherzen.
    Heizkostenendabrechnung droht.
    Ansonsten alles fast im Lot.

    Die Vögel zwitschern, als sei nichts gewesen.
    Das liegt an ihrem flüchtigen Wesen.
    Ich zwitschere nicht. Ich fluche sehr laut:
    „So ein Scheißkackdreckmist aber auch!“
    Ich packe die kurzen Hosen zurück
    in den Schrank. Bin nicht verrückt!

    Ich möchte endlich wieder die Hitze
    anschnöden, weil ich ziemlich schwitze.
    Erzählt mir nix von Putin und Kim.
    Oder von Trump. Wirklich sehr schlimm
    ist mir das Wetter. Verstehst Du nicht?
    Denn das betrifft ja wirklich mich…

    In Form von Heizungskosten,
    als ein total geldgierig Posten,
    schmelzt er mir viel Knete dahin.
    Doch da ich wirklich intelligent bin,
    suchte ich erst gar nicht nach dem Sinn
    Mensch sollte sich wohl immer wehren
    und lautstark überall beschweren.

    Dem Nebel ist auch dies egal.
    Er hätte einfach keine Wahl.
    Es wallet und aus Wiesen steiget,
    woran die Weitsicht leidet.
    Ich prügle auf Unschärfe ein:
    Haut ab. Muss ich denn schrei‘n?

    Morgenstund hat kaum Gold im Mund.
    Nur Schwitzwasser. Nebel und
    einen schlecht gelaunten Bürgen
    Der könnte das Wetter erwürgen.
    Er kann nicht. Es ist zu kalt.
    Für dafür ist er auch zu alt.

  • Akute NörgelitisDatum01.03.2025 06:19
    Foren-Beitrag von Karl Ludwig im Thema Akute Nörgelitis

    Generationskonflikt? Zu meiner Zeit als holder Knabe war das aber so. Zumindest in der Gaststätte, welche ich mit Opa besuchte.

    Dieses "Schlecht gefickt" war ja nicht nur dem Feindgeschlecht in emotional negativ hoch belasteten Situationen geschuldet, auch blöden Mackern schleuderte ich diesen Höhepunkt der Rhetorik in Frageform ... aber Holla...

    Woher sollte ich denn sonst wissen, wie Soleier und Kneipenkottlets schmecken. Nämlich: Köstlich!

    Opa hatte immer einen kleinen Tauchsieder dabei, um das Bier anzuwärmen.

  • Akute NörgelitisDatum28.02.2025 10:30
    Foren-Beitrag von Karl Ludwig im Thema Akute Nörgelitis

    Ich habe diese "Ersten Bürgerpflicht" nicht wahrgenommen, da mein Antrag auf einen neuen Personalausweis seit Monaten keine Reaktion bei der zuständigen Behörde hervor ruft.

    Der Wahlomat hilft mir auch nicht viel weiter, außer daß er mir die SPD empfohlen wird.

    Wohlwissend, daß ich die AfD damit indirekt unterstütze, habe ich mich nicht getraut, Merz zum Märzen hin an die Macht zu hebeln.

    Aber wenn ich hätte wählen können, ja, dann hätte ich die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) genommen. Oder die "Partei für Verjüngungsforschung".

    Die "Sozialistische Gleichheitspartei, Vierte Internationale (SGP)" geht ja gar nicht. Ich bin gegen Gleichheit. Stellt Euch vor, wie es wäre, wenn der endgültige Höhepunkt der Evolution in meiner Person mit allen anderen Blödmännern/innen der Gleiche wäre.

    Dann würde alles ja noch viel mehr durcheinander geraten.

    Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei) hat namensgemäß auch keine Steaks in ihrem Programm.

    Keine Partei wie die "Grauen Panther"? Nee, die wollen nun "Für Alle Generationen". Als ob ... (Hier selber ein passendes Bild vor den Augen haben)

    Ich bin zu plem, als dass ich von mir eine Vernunft erwarten dürfte.

    Und da habe ich Trumpistan noch gar nicht mit eingerechnet.

  • Akute NörgelitisDatum26.02.2025 10:39
    Thema von Karl Ludwig im Forum Kurzgeschichten

    Der Kulturimperialismus nimmt einfach kein Ende. Halloween, Black Friday, Valentinstag und selbst den Muttertag haben wir den Amerikanern zu verdanken.

    Sie befördern den Weihnachtsmann mit Coca-Cola Werbetrucks statt Rentierschlitten zu benutzen, haben ihm ein dämliches „Ho-Ho-Ho“ angedichtet, und nun dringen sie sogar bis zu unseren Geschmacksknospen vor.

    (Ihr wisst ja, dass der echte Weihnachtsmann anfangs nur eine Art Eisdemiguise gewesen war, allerdings von der weniger friedlichen Sorte. Nix da Nikolaus von Myra. Das haben ihm die Heiligenerfinder aus zweifelhaften Gründen nur angedichtet. Der echte Weihnachtsmann stank, war in ungegerbte Felle gekleidet und verlangte Geschenke, damit er wieder geht. Doch ich bleibe jetzt mal stur beim Kulturimperialismus)

    Früher nannten wir es „Grillen“ und kamen mit nur: „Öl, Zitrone, Salz, Pfeffer, Tomate, Zwiebel und Knoblauch“ klar. Kartoffeln in Alufolie, halb verbrannt, aber Semistoppelkartoffeln müssen so schmecken. Und wir hatten auch kein schlechtes Gewissen, wenn so ein Teilstück totes Tier angebrutzelt wurde.

    Und nun gibt es in der Postsushiära ein erneutes Verbrechen gegen alles, was Lecker ist.

    Geschmacksknospen. Genau! Davon besitze ich ca. 900 Stück. Und jede einzelne schreit um Hilfe, wenn sie mit dieser kulinarischen Barbarei konfrontiert wird, die sich BBQ nennt.

    Und die Leute essen diese Götterlästerung auch noch.

    Bald wird es bestimmt BBQ-Bananen für die Vegetarier geben. BBQ-Gemüse steht jetzt schon in der Nähe vom Wok-Gemüse. Alles für das MultiUnKulti, bedeutet meistens: gelangweilten Damen der „Generation Selbstoptimierung“ (Früher nannten wir diese besondere Sorte Weib „Schlecht Gefickte“). Und der Orangennektar ist als vegan deklariert – klar. Und was ist mit dem Zucker nebst Süßstoff? Damit der Kunde durstig werde? Hä? Das alles ist doch niemals entschlackend, Karma verbessernd, tierwohlfördernd und gut gegen Burnout.

    Habt Ihr schon mal dieses kulinarische Sakrileg über egal was gestreut und probiert? Wird aus Biberscheiße hergestellt. Ich dachte man könne das in Würzpisse eingeschweißte Grillkottelet nicht noch mehr verschlimmern.

    Ha! Man kann! Nämlich, indem man es mit BBC-Fertiggeschmack endgültig umbringt.

    Wo nur sind die tollen panierten Kottelets neben dem Standglas voller Soleiern in den Kneipen geblieben?

    Die Fleischesfrau im Ort verdiente sich damals etwas Taschengeld dazu, indem sie echte Lukullusschmatzer herstellte. Damals. Ach ja, damals: Als Opa sonntags noch zum Frühschoppen ging und wir Kinder ihn begleiten durften.

    Kulturimperialismus. Klappe, die Zweite.

    In meiner Kneipe Sammelsurium gab es Ka-El-Burger: Brötchen mit Sauerkraut und Würstchen. Damit die Kunden nicht zum Essen in ein Restaurant umzogen. Es gab auch einen Ka-El-Zauber-Trunk: Großes Glas, etwas Erdbeerwein, Kirschlikör, viel Wodka, - und tschüss ihr lieben Hirnzellen.

    Danach wollte eh keiner mehr groß ausgehen und bestellte noch so einen Semi-tod der Mentalität.

    Alles Deutsch. Von adoptierten glücklichen Erdbeerfeldern in Spanien und polnischen Schweinen.

  • Was Karl-Ludwig isstDatum01.01.2025 11:43
    Foren-Beitrag von Karl Ludwig im Thema Was Karl-Ludwig isst

    Poitrine d'oie

    Das ist ja die Sorge, wenn man so ein Gericht in der Pfanne zubereitet: Zäh? Fleischfäden? Trocken?

    Ich pflückte die Gänsebrust auseinander, schnibbelte Fleisch vom Knochen und warf den Knochen- Knorpelanteil weg. Das Fleisch schwamm fettbedeckt einige Stunden bei leichtem Sieden. Bei Fettbedeckt kann man davon ausgehen, dass kein Fett aus dem Fleisch diffundiert. Danach zog ich die Haut ab. Die habe ich später kross gebraten.

    Das ist sowas von lecker. Nur mit Salz und etwas Butter zum Starten.

    Und Lammfilette habe ich auch eingefroren.

    Und Grasbutter hergestellt.

  • IntellenztestDatum30.11.2024 06:49
    Thema von Karl Ludwig im Forum Rätsel-Ecke

    Endlich mal ein Test, der mich nicht anlügt. Ich wäre so durchnittlich schlau, wie der Durchschnitt.

    https://www.t-online.de/nachrichten/pano...-test-hier.html

    Ich wusste das immer schon. Intelligenz ist mir ja gegeben, jede Menge, nur in der Anwendung hapert es.

  • Ich hatte auch darüber gelesen, und mein Kopf ist nicht runter gefallen, - aber es war knapp. Sehr knapp...

  • Was Karl-Ludwig isstDatum29.11.2024 15:35
    Foren-Beitrag von Karl Ludwig im Thema Was Karl-Ludwig isst

    Als ich heute durch den Supermarkt bummelte, fiel mir eine neue TK-Ware auf. Grün ist bekanntlich die Hoffnung, und so erwartete nichts Schlimmes: Gänseklein zum Schleuderpreis. Das war bestimmt der Schlachtabfall, denn zurzeit werden ja hunderttausende dieser Tiere ermordet, obwohl die weder an Gott glauben noch in Jesus einen Erlöser sehen. Eher das Gegenteil.

    Ich erinnerte mich an Gänsehals von Muttern zubereitet, gefüllt mit einer Farce aus Leber und frischem Brötchenbröseln und dem üblichen Zubehör. (Zwiebel, Knoblauch, Pilze, Petersilie, und so).

    Na gut. Im vorliegenden Gänseklein wird wohl kaum ein ganzer Hals enthalten sein. Aber den Geschmack müsste ich doch beschwören können. Kross, fettig, lecker und garantiert ungesund. Nur mit Salz und Pfeffer, auch wenn in manchen Anleitungen zusätzlich noch Cognac verlangt wird. Ein wenig Majoran schmeiße ich sowieso fast überall rein.

    Ich besitze keinen Ofen, weil ich zu faul bin, den Vermieter wegen Stromschwächeln anzupupsen. Das ist eine lange Geschichte. Die Kurzfassung lautet: Ich habe ihm einst alle Sünden vergeben, auch die zukünftigen. Schlichte Loyalität auch wenn ich manchmal wegen dieser Torfnase fast verzweifle.

    Also rein mit dem Gänseklein in den Topf.

    Ich erinnerte mich an das Restaurant in Beyoğlu, welches von zwei alten russischen Schwestern betrieben wurde. Die konnten das, oft zu Unrecht zitierte „Löffelzarte“ Wirklichkeit werden lassen. Entbeinte Entenhälften in Sauce-Genial, mit Kartoffeln, Reis oder ganz frugal mit Weißbrot, jah, aber einem Weißbrot der Premiumklasse, da selbstgemacht.

    Schlussfolgerung: Einfach stundenlang und gewürzt schmurgeln lassen. Dann im eigenen Fett anbraten.

    Nach sechs Stunden probierte ich ohne vorheriges anbraten, anschließend war kein Bratgut mehr übrig. Vielleicht nicht ganz löffel, aber so lecker, wie und als ob…

    Das ist ja eines der Probleme unserer Zeit. Wer hat schon diese Zeit, die es braucht einen guten Braten zu machen? Es gibt so viele Gerichte, die man nicht zwischen Tür und Angel zubereiten kann. Speisen, die nach Zeit und Einfühlungsvermögen verlangen, die dann aber auch so schmecken, wie von Mutern, die ihre Kunst wiederum von ihrer Mutter lernte.

  • ... und EierkuchenDatum28.11.2024 08:22
    Thema von Karl Ludwig im Forum Kurzgeschichten

    Wollt ihr den totalen Frieden?

    Nö. So nicht. Da wollen wir erst mal klären, ob dieser auch divers, antirassistisch, kinder- und altengerecht ist.

    Außerdem verlangt es uns nach: Korruption freie Lobbyisten und leisen Nachbarn. Natürlich nur nachhaltig (sic) und tierwohlgarantiert.

    Der Frieden hat klimaneutral, Frauenrechte achtend und Sonnenenergie nutzend daher zu kommen. Er darf nicht mit einem Flugzeug einfliegen und kein Fleisch und Zucker goutieren.

    Die erste Handlung vom Frieden wäre es natürlich, den Krieg ganz einfach zu verbieten. Das dadurch eingesparte Geld könnte man den deswegen Not leidenden Banken und der Rüstungswirtschaft für die Wiederherstellung ihrer Kreditwürdigkeit und Umstellung der Produktion auf Kindergärtner*innen* überlassen.

    Das widerum würde bestimmt Arbeitsplätze gefährden. Rezession und Inflation wären die Folgen. Mangelwirtschaft und soziale Kriege um die letzten Panzerabwehrwaffen kämen hin oder dazu.

    Dekonditionierungskliniken würden im Akkord errichtet werden, um diese ganzen Arschlöcher zu humanisieren, notfalls mit Hilfe von Trepanation.

    Deswegen wollen wir keinen totalen Frieden, denn der würde aus uns genau solche Arschlöcher machen, wie es die jetzigen sind. Wir hätten keine Gegner mehr und langweilig wäre es auch.

    Wir müssten gegen uns selber protestieren.

    Wer aber weiß, wofür es gut wäre? (das ist die intellektuell anspruchsvollere Version von „Wumpe“)

  • Mentale Emission semisortiertDatum22.11.2024 10:34
    Thema von Karl Ludwig im Forum Kurzgeschichten

    Es soll ja Leute geben, die mir unorganisiertes Denken unterstellen. Deswegen habe ich mir, nur denen zu Liebe, mal aufgelistet, was für tiefschürfende Fragen mich morgens direkt nach Wach heimsuchen:

    Essen die Chinesen die Suppe etwa auch mit Stäbchen?
    Wie schaffen wir es, mit nur 12 Tönen, der Unendlichkeit von Musik Tribut zu zollen?
    Was haben Steuern mit Kunst zu schaffen?
    Soll das hier etwa Kunst sein?
    Was meint jemand, wenn er fragt: Wie viel und was ist quantenhaft?
    Was genau bedeutet mir die Ungenauigkeit der Quantenobjekte?
    Warum dürfen koreanische Cheerleader nicht älter als 18 Jahre sein?
    Warum sollte ich für die Sünden der Vorgeborenen büßen?
    Warum werden Verrückte bei Vollmond kein bisschen mehr (Anzahl & Intensität)?
    Warum werden Männer im Alter noch unnormaler als normaler Weise?
    Warum neigen Männer ohne Kinn zu Sublimierung mit mentalem Raubtiergebiss und Killermarotte?
    Warum fehlt immer etwas, wenn man es gerade am nötigsten hat. Z.B.: Geld, Frauen und Humor?
    Ist das Weltall von außen betrachtet grün oder blau?
    Ist Trump ein Höllenfürst oder nur ein Affe mit viel Ehrgeiz?
    Ist Majestätsbeleidigung in Deutschland strafbar?
    Warum habe ich nicht den Beruf des Politikers erwählt, sondern den des armen, erfolglosen Poeten?
    Ist es etwa Antimetonymie, wenn ein Begriff durch einen anderen ersetzt wird, der aber gar nichts damit zu tun hat?
    Ist Liebe wirklich die Lösung?
    Warum trägt Hägar, als historische Klitterung, einen Helm mit Hörnern?
    Was macht Nick Knatterton heute?
    Und Mecki, der Igel?
    Wie viel PS hat ein Brauereipferd nach der Mauser?
    Wieso sterben mehr Menschen durch Kugelwunden als an Kugelfisch?
    Kann Elektrosmog aus mir einen Zombie machen?
    Halten Fliegen Winterschlaf?
    Wird der Bär katholisch, nur weil ein Pfarrer in den Wald scheißt?
    Warum tragen Manche einen Donnerbalken in den Augen?
    Müssen Frauen soo viel anders sein?
    Seit wann sind Männer auch anders?
    Dürfen die Diversen auch anders sein?
    Wieso hat Kefir im Höchstfall nur ca. 2 % Alkohol?
    Wie viel Älterwerden lohnt das Überleben?
    Und was denkt Ihr, wenn Ihr solchen existenzphilosophischen Verhören begegnet?

    Ja, das sind so Fragen, bei denen die Lösungen jenseits des Antworten-Horizontes liegen. Fragen, die einen echt in den Wahnsinn treiben können. Was an mir zu beweisen wäre. Also unterlasst besser alle Versuche, Antworten zu finden, die sowieso nur kurze Halbwertszeiten hätten.

    Auf all diese Fragen aber gibt es Antworten. Die sind zwar geheim, doch ich gebe sie dennoch: Ja. Nein. Tja.

    Und wisst Ihr was? Das ist mir völlig Wumpe!

  • All mein StrebenDatum19.11.2024 09:18
    Thema von Karl Ludwig im Forum Klassisch

    Bist voll angewidert?
    Mach dir ‘ne Liste.
    Nach Wut gegliedert,
    durchnummeriert.
    Und dann biste
    garantiert

    am Überlegen
    wegen

    den internationalen
    Nationalen.

    Mein Resümee:
    Herrjemine…

    oh Lala, äh, hust-hust, hum-hum.
    Genau so deutlich wie auch dumm:

    Die braune Brühe
    gibt sich mehr Mühe!

    Wir Wohlstands Kinder
    erheischen uns da minder.

    Doch diese Idioten
    können braunes Denken koten.

    Kann mir wer erklären,
    was wäre, wenn wir anders wären?

    Ich muss raten:
    Faschistische Demokraten?

    Humanisten, die morden?
    Individualisten-Horden?

    Oder: Fanatische Gleichgültigkeit,
    als Ausdruck von totaler Freiheit?

    Ja. Die gibt es allemal
    Bestes Beispiel ist wohl Karl

    der Ludwig.
    Der ist voll mutig

    und sagt welterfahren:
    Auch in tausend Jahren

    werden Leute Menschen töten,
    wird viel Blut die Erde röten.

    Und aus der Eiche: Holz
    Wege? Auf Blödheit stolz?

    Mein Holzweg ist aus Sandel,
    auf dem ich stolpernd wandle.

    Rettet Humor, und zwar verbissen.
    Rettet die Liebe. Sonst wird’s beschissen!


    Diese Strophe wusste ich nicht einzubauen.

    tausendjährige Reiche, wie dumm
    nur 12 Jahr Verfallsdatum


    Hey. Ich übe noch.

  • Was Karl-Ludwig hörtDatum16.11.2024 08:39
    Foren-Beitrag von Karl Ludwig im Thema Was Karl-Ludwig hört

    Ich kannte dieses Video schon, aber heute erst fiel mir die Kunst dabei auf. Meine Güte, einfach beeindruckend.

    Björk: It's oh so quiet

    https://www.youtube.com/watch?v=htobTBlCvUU

    Trägt keinen BH, ihre Brüste zeigen ein eigenes Einschwingverhalten, vermutlich sinusförmig. Hübsche Beine hat sie auch noch. Gut, die Augen sind etwas gewöhnungsdürftig, doch ich habe ja in China geübt, Epikanthus medialis schön zu finden.

    Ach ja. Singen kann sie wirklich gut. Neben dem Mainstream. Und ich bin ein Sexist, aber das ist auch so von der Natur vorgegeben. Also alles, wie es sein muss lt. Masterplan: Tolle Frau wirkt auf die Libidodrüse ein.

    Es gibt so vieles auf der Welt, was uns diese in einem milderen Licht erscheinen lässt.

  • Die Tücke des Objektes Teil IIDatum15.11.2024 20:39
    Foren-Beitrag von Karl Ludwig im Thema Die Tücke des Objektes Teil II

    In welcher wirklichen Welt lebst Du denn? Kusselkopp ist doch niemals Hochdeutsch, also Bielefelderisch. Kusselkopp hört sich eher nach einem persönlichen Schimpfwort an und nicht nach einer Turnübung.

    Aber ihr Ausländer werdet es nie kröpseln, noch nicht einmal semischefelig.

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